Arvid Gutschow und Alfred Ehrhardt – Artverwandte

Arvid Gutschow (1900-1984) wuchs in Hamburg-Blankenese auf. Sein Vater vermittelte ihm bereits früh das Medium Fotografie. Nach dem Abitur nahm Gutschow ein Jurastudium auf. Im Anschluss an sein Studium mit abgeschlossener Promotion trat Gutschow 1926 bei der Landherrenschaft Hamburg in den Staatsdienst ein, aus dem er Mitte 1948 auf eigenen Wunsch ausschied. Nebenher fotografierte er auf höchstem Niveau. Bis Mitte der 1950er-Jahre entstand sein fotografisches Oeuvre. Im Anschluss an seine frühzeitige Pensionierung beschäftigte er sich intensiv mit Landwirtschaft, Fragen der Umweltzerstörung, Problemen der Entwicklungsländer. 

Alfred Ehrhardt (1901-1984) war Organist, Chorleiter, Komponist, Maler und Kunstpädagoge, bevor er Fotograf und Kulturfilmer wurde. Nach einem Aufenthalt am Dessauer Bauhaus 1928/29 leitete er an der Landeskunstschule Hamburg den ersten Vorkurs für Materialkunde außerhalb des Bauhauses. Erst nachdem er aufgrund seiner modernistischen Kunstauffassung durch die Nationalsozialisten 1933 vom Hochschuldienst entlassen wurde, wandte er sich der Fotografie und dem Film zu. Er interessierte sich für die Bodenformationen im Watt bereiste Island, fotografierte Kristalle, Muscheln und Korallen und beschäftigte sich mit Mikrofotografie. Weitere Schwerpunkte bilden die Architektur- und Skulpturenfotografie.

Leihgeber: Museum Folkwang, Essen; Sammlung Ann und Jürgen Wilde, Zülpich; Hans Jürgen Sieker, Nachlassverwalter Arvid Gutschow, Eisenach; derda rare books / thomas derda berlin/hannover, privatsammlung

Zur Ausstellung erscheint eine Monografie zum Werk von Arvid Gutschow im Hatje Cantz Verlag.

< | 1 | 2 | 3 | zurück |
1330021036_001.jpg
1330021036_002.jpg

1330021036_003.jpg
1330021036_004.jpg

1330021036_005.jpg
1330021036_006.jpg

Gutschow, AG Weser, Treppe I, Bremen 1956.jpg
Gutschow, Formen der Technik II, Hannover 1955.jpg