WILD - Tiere in der zeitgenössischen Fotografie

Die Ausstellung selbst legt den Fokus auf die jüngste Entwicklung: Mit über 70 Werken von mehr als 35 künstlerisch arbeitenden Fotografen werden die unterschiedlichsten Facetten zwischen Nähe und Distanz, inniger Freundschaft und materieller Ausnutzung visuell reflektiert. Darunter sind Bilder von ausgestopften und musealisierten Tieren, von Haus- und Kuscheltieren, von Nutztieren auf der Weide oder toten Tieren als Vanitasmotive in klassischen Stillleben. Wie wir sehen, bekommt ein uraltes Thema immer wieder eine zeitgenössische Ausdrucksform und eine aktuelle Brisanz. Die Aufnahmen zeigen, wie sich der Mensch mit den Tieren identifiziert, sie als Trophäe sammelt oder zu Nahrungsmitteln verarbeitet. Dabei variieren die künstlerischen Herangehens- und Darstellungsweisen, mal wirken sie dramatisch, mal verspielt und ironisch. Schließlich beginnen wir darüber nachzudenken, wie “wild” Tiere heute überhaupt noch sind. Und in einer Mélange aus Angst und Faszination, Mitgefühl und Horror werden wir daran erinnert, dass wir selbst nur Teilchen des großen Mosaiks von Mutter Natur sind, ein Bestandteil des unerschöpflichen Spiels aus Geboren-Werden und Sterben, Essen und Gefressen-Werden. (Text: Matthias Harder / Maren Polte)

Dr. Matthias Harder arbeitet hauptberuflich als Chefkurator der Helmut Newton Stiftung in Berlin.
Dr. Maren Polte lebt und arbeitet als freie Kuratorin und Autorin in Brüssel.

Informationen zum begleitenden Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.

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