100 jahre bauhaus III : vorkurs landeskunstschule hamburg 1930-1933: Fritz Schleifer | Alfred Ehrhardt

Im April 1933 wurden Sauerlandt, Schleifer und Ehrhardt sofort entlassen. Die Schülerarbeiten beider Dozenten wurden 1937 „als Zeugnisses des Verfalls“ an die Reichskammer der bildenden Künste nach Berlin verbracht, sofern sie nicht schon vorher vernichtet worden waren.

Als Schleifer nach 1945 wieder an die Landeskunstschule berufen wurde, nun als Leiter einer Architekturklasse, ließ er von den vielen Negativen Abzüge herstellen. Diese wurden zu einem neuerlichen Zeugnis (s)einer durch die Bauhauspädagogik inspirierten Unterrichts-Methode.

Als idealtypische Beispiele für die in der Nachkriegszeit wieder eingerichteten Grundklassen wurden drei dieser Fotos 1951 für eine Broschüre der Landeskunstschule ausgewählt. Dort heißt es: „Ziel der Grundklassen ist, die Basis für die echte Moderne zu bilden, von der man sich der Gestaltung der Alltagsdinge und der freien Kunst zuwenden kann.“ Diese Formulierung stammt zwar nicht von Fritz Schleifer, aber sie steht für sein unterrichtliches Wirken, das sich in den präsentierten Beispielen widerspiegelt.

Ergänzt wird die Ausstellung durch die Präsentation von Glasnegativen, die Alfred Ehrhardt von den Studentenarbeiten aus dem Vorkurs angefertigt hatte.

 

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