100 jahre bauhaus IV: DIE KURISCHE NEHRUNG: Kazimieras Mizgiris | Alfred Ehrhardt

Während Ehrhardt versucht, den Gesetzmäßigkeiten der Formenbildung auf den Grund zu gehen, suggeriert Mizgiris in seinen Fotografien die Verwandtschaft der Formen mit urzeitlichen Gebilden, um das Überzeitliche dieser sich ständig wandelnden Nehrungslandschaft zu charakterisieren. Beide Fotografen drücken ihre Faszination für die Naturformen dieser außergewöhnlichen Urlandschaft aus.

Mizgiris hat die Geschichte der Kurischen Nehrung erlebt als eine Geschichte vom Kampf des Menschen mit dem Sand. Die Ostsee wirft den Sand ans Ufer, der Wind hebt ihn auf und bläst ihn zu einer riesigen Wanderdüne zusammen. Wenn der Mensch keine Vorsorgemaßnahmen trifft, wird sein Haus von dem umhertreibenden Sand zugeweht. In seinem Buch Wind und Sand (2000) schreibt der Fotograf: „Man braucht Geduld, um den Augenblick abzupassen, wenn das Wunder der Entstehung von Meer, Wind, Sonne und Wolken in den Sandfeldern geschieht. Man muß warten, bis eine Wolke sich über den Dünen formt und bis der Schatten dorthin zieht, wo man ihn braucht. In den Dünen habe ich meine Wege, meine Jagdgründe. Ich spüre, wie die Dünen leben – sie sind wirklich lebendig. […] Die wirklichen Fossilien sind Millionen von Jahren alt – meine nur wenige Augenblicke. Es ist die Natur selbst, die all das ganz unerwartet wiederholt."

Zur Ausstellung erscheint die Publikation „Kazimieras Mizgiris. Wind + Sand. Kurische Nehrung“ im Kehrer Verlag.

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