Michael Lange - Fluss

2. Mai bis 28. Juni 2015

Eröffnung: Freitag, 1. Mai 2015 um 19.00 Uhr in Anwesenheit des Künstlers
Eröffnungsrede: Dr. Christiane Stahl, Leiterin Alfred Ehrhardt Stiftung

Die Ur-Matrix Wasser ist ein unerschöpfliches Reservoir an Symbolwelten, die unser kulturelles Gedächtnis prägen. In allen Kulturen gehört Wasser zu den Materien, die das symbolisch-sprachliche Deutungsfeld seelischer Erlebnisse geprägt hat. In der mythopoetischen Geschichte ist Wasser das Unbewusste und das Reich der Träume, es ist der Abgrund, dem Venus, Nymphen und Undinen entsteigen. Wasser ist Eros. Es enthält den Tod und gebiert alles Leben. „Es gibt kein Gefühl, keine Kunst, kein Sprechen, kein Handeln, keine gesellschaftliche Einrichtung, keinen Raum auf dieser Erde, der nicht materiell oder symbolisch, direkt oder indirekt mit dem Wasser zu tun hat“. schreibt Hartmut Böhme dazu in seiner Kulturgeschichte des Wassers

Mit seiner Serie Fluss erfasst Michael Lange einen Naturraum entlang des Oberrheins, der von permanenter Veränderung geprägt ist. "Meine Bilder erzählen von der Sehnsucht nach Befriedung, Tiefe und Schönheit und vom Verlangen, sich zu verlieren. Teil meiner Arbeit ist, der unablässigen Veränderung zu folgen, bis eine Landschaft mit meinen inneren Bildern im Einklang ist, die meinen Gefühlen entspricht. Im vermeintlichen Chaos die tiefe, innen wohnende Ordnung und Ästhetik verstehen. Die Landschaft in Kombination mit den äußeren Einflüssen – Nebel, Frost, Jahreszeiten, Licht, Wasserstand – entsprechend meinen Phantasien zu transformieren, mit den Elementen spielen, sie fortführen und mit meiner fotografischen Sprache kombinieren.“

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