Blumen – Zeitgenössische Fotografie (Gruppenausstellung)

2. Juli bis 2. Oktober 2011

Schönheit und Vergänglichkeit, Liebe und Tod. Kein Lebewesen findet in der Symbolik häufiger Verwendung als die Blume – auch zeitgenössische Fotografen wenden sich immer wieder diesem jahrhundertealten Bildmotiv zu. Das ist der Grund für eine erste Übersichtsausstellung zum Thema: das Werk von 18 internationalen Künstlern und Fotografen wird exemplarisch vorgestellt, so vereint diese Auswahl die unterschiedlichen Ansätze innerhalb der zeitgenössischen Blumenfotografie. Die Künstler verbindet die tiefe Faszination für Blumen und deren Bedeutungsvielfalt sowie der Versuch, den traditionellen Topos in unsere Zeit zu übertragen. Die Geschichte der Fotografie kennt bereits seit ihrer Pionierzeit Aufnahmen von Blumen, angesiedelt meist zwischen Systematik und Erotik, Naturkontext und Materialstudie. In jüngster Zeit ist das Motiv Ausgangspunkt neuer, experimenteller Betrachtungen: Blumenvasen werden zerschossen und im Moment der Zerstörung dokumentiert, Blüten werden mit Farbe übermalt, Blütenstängel und Staubblätter für sexuelle Anspielungen verwendet, Blumen werden in der Natur, beim Vertrocknen, Verblühen oder Verwesen beobachtet, gescannt oder als überbordende Bouquets inszeniert.

Mal tauchen wir ein in illusionistische Bildräume, mal sind wir konfrontiert mit puristischer Strenge – der entscheidende Aspekt jedoch bleibt Vanitas. Die Rose steht wie kaum eine andere Blume für den Dualismus von Liebe und Tod, etwa durch ihre symbolische Bedeutung als „ewiges Band“ zweier Liebender, auch über den Tod hinaus – und so taucht sie als Motiv hier auch mehrfach auf. Die Rose wird in einer Bedeutungsmelange von Liebe, Unschuld und Vergänglichkeit außerdem immer wieder mit der Jungfrau Maria in Verbindung gebracht, etwa wenn die biblische Figur in früheren Jahrhunderten im Rosengarten dargestellt wurde.

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