Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafik

MAL-0002 v.jpg
MAL-0015.jpg

MAL-0016.jpg
MAL-0017.jpg

MAL-0018.jpg
MAL-0019.jpg

MAL-0033.jpg
MAL-0048b.jpg

Bevor Alfred Ehrhardt 1933 zur Fotografie kam, hatte er bereits mehrere Jahre als bildender Künstler gearbeitet. 1924 wurde er Kunsterzieher an einem Landschulheim, 1928/29 studierte er ein Semester am Bauhaus in Dessau, und anschließend übte er eine Lehrtätigkeit im Sinne des Bauhauses an der Hamburger Landeskunstschule aus.

Ehrhardts malerisches Oeuvre veranschaulicht, wie sehr er vor allem von seinem kurzen Aufenthalt am Bauhaus geprägt wurde. Der Einfluss von Wassily Kandinsky, Paul Klee, Oskar Schlemmer oder Lyonel Feininger ist offensichtlich. In der Rückschau zeigt sich aber auch, wie unmittelbar Ehrhardt in Fotografie und Film an die zentralen Aspekte seiner eigenen künstlerischen Arbeit vor 1933 anknüpfte. Die Beschäftigung mit Abstraktion, Archaik, Form, Materialbeschaffenheit, Struktur oder Rhythmus ist im malerischen wie fotografischen Werk gleichermaßen Thema.
Angelehnt an Wassily Kandinsky fand Ehrhardt ein erklärtes Ziel in der Vergeistigung des Materiellen. Parallelen zeigen sich auch zu Paul Klees Kunstauffassung, der im Naturstudium den zentralen Ausgangspunkt zur Formengestaltung sah. Zahlreiche Werke bezeugen eine Formgestaltung, die an das ikonenhafte Typisierungsschema Oskar Schlemmers angelehnt ist. Für Ehrhardt war Abstraktion Mittel zur Befreiung des Naturvorbilds von allem Unwesentlichen. Sein konturenhaft gezeichnetes "Urtier" wird in der Fotografie von Wattstrukturen, Kristallen und Muscheln zu "Urformen" der Natur.

| 1 | 2 | >