In der Reihe "Literaturhaus der Fotografie": Das Wilde hat keine Worte. Ein Abend für Joachim Richau. Mit Klaus-Jürgen Liedtke

7_richau.jpg

Mittwoch, 22. November 2017, 19.00 Uhr

Moderation: Thomas Böhm (radio eins: Die Literaturagenten) |  Eintritt frei | Wegen beschränktem Platzkontingent bitten wir um schriftliche Voranmeldung.

„Das Wilde hat keine Worte. / Die ungeschriebenen Seiten breiten sich nach allen Richtungen aus!“ – diese Verse aus einem Gedicht des schwedischen Literaturnobelpreisträgers Tomas Tranströmer bilden den Ausgangspunkt einer literarischen Annäherung an das fotografische Werk von Joachim Richau. Mehr als zehn Jahre, von 2005 bis 2016, hatte Richau im schwedischen Dalarna ein Atelier in der Waldhütte seines Freundes Sten Olsson, weit entfernt von bewohnter Gegend, wo er sich jedes Jahr mehrere Monat aufhielt.

Den dort entstandenen Aufnahmen aus der Serie FRAGMENT, in denen die Strukturen der Landschaft hervortreten, stellt Klaus Jürgen Liedtke, Autor und Freund Richaus, wenig bekannte Texte von Gunnar Ekelöf, Petrus Læstadius und Alfred Andersch sowie eigene Prosa an die Seite. Texte, die in skandinavischen Landschaften spielen, poetische wie existentielle Erfahrungen beschreiben und untersuchen, wie wir in der Wildnis uns selbst begegnen und meditativ lernen – wie ein Lehrer und Vorbild von Joachim Richau es ausdrückte –: „mit der Seele zu sehen“.

 

| 1 | 2 | zurück | >