In der Reihe „Literaturhaus der Fotografie“: "Es werden immer weniger". David Wagner über Berliner Brandwände

Harf Zimmermann, Brandwand #9, C-Print, 177 x 219 cm, ©Harf Zimmermann 2010.jpg

Mittwoch, 20. Juni 2018, 19.00 Uhr

Moderation: Thomas Böhm (radio eins: Die Literaturagenten) | Eintritt frei | Wegen beschränktem Platzkontingent bitten wir um schriftliche Voranmeldung per e-Mail:
info(at)alfred-ehrhardt-stiftung.de.

In seinen Texten kehrt David Wagner immer wieder an Orte zurück, die er schon einmal beschrieben hat, schaut sich an, was aus dem «Neuen Berlin» von vor 15 Jahren geworden ist, ob der Potsdamer Platz schon bröckelt, ob wirklich alle Brachen auf der Friedrichstrasse bebaut sind. So entstehen Feuilleton-Texte im Stil der Flaneure der 1920er Jahre – und eine zeitgenössische Erkundung der Frage: Was ist die Stadt? Wie lässt sie sich beschreiben? Wo sind die Trümmer der deutschen Geschichte noch sichtbar?

Für die Reihe «Literaturhaus der Fotografie» setzt sich David Wagner mit Harf Zimmermanns Serie «BRAND WAND» auseinander. Als Symbole des Zusammenbruchs, des Neubeginns wie des Scheiterns tragen Brandwände historische Spuren: Einschusslöcher, Bombensplitter, Ruß, Umrisse vergangener Gebäude, Notreparaturen. 

Neben einem eigens für diesen Abend geschriebenen Essay und einem Gespräch zwischen Harf Zimmermann und David Wagner liest der Autor aus seinen Berlin-Texten, in denen er den stillen Seiten Berlins und einer verlorenen Normalität nachspürt -  «liebevoll und scharfsichtig zugleich». (FAZ)

 

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