Urbane Gewächse

Positionen zeitgenössischer Pflanzenfotografie
Kurator: Dr. Christoph Schaden, Köln

24. Juli bis 26. September 2010


die auf dem land an trägen sitzen kleben, sind lächerlich in ihrem pflanzenleben.
Hagedorn 
Gewächs, neutrum... ein Sammelwort, das alles was wächst, in sich vereinigt. Jacob und Wilhelm Grimm

Begriffe expandieren, Städte expandieren, Pflanzen expandieren. Unter dem Titel "Urbane Gewächse" wendet sich die diesjährige Sommerausstellung der Alfred Ehrhardt Stiftung in Berlin einem überraschenden Aspekt der Gegenwartsfotografie zu. Die Gruppenschau vereint sechs zeitgenössische Positionen der Fotografie, die sich dem facettenreichen Thema der Pflanzen in der Großstadt widmen. Die Alfred Ehrhardt Stiftung führt mit der Ausstellung "Urbane Gewächse. Positionen zeitgenössischer Pflanzenfotografie" ihre Reihe fort mit Positionen zeitgenössischer Fotografie, die sich – in Anlehnung an Alfred Ehrhardts thematischen Schwerpunkt – mit der Natur und Konstruktionen des Natürlichen auseinander setzen.

In seinem Handbuch der wildwachsenden Großstadtpflanzen, das 2006 erschienen ist, gelingt dem Leipziger Künstler Helmut Völter eine Neubestimmung des Floralen im urbanen Raum. „Die Stadt ist auf den ersten Blick für Pflanzen ein fremder, wenn nicht feindlicher Standort. Wo zwischen der dichten Bebauung offener Boden übrigbleibt, ist dieser untergraben von der unterirdischen Infrastruktur der Stadt, belastet mit Schadstoffen und von Fußgängern und Automobilen betreten und befahren. Ein zweiter Blick, ein aufmerksamer Spaziergang zeigt, dass sich trotz dieser schwierigen Bedingungen eine wildwachsende, eigenständige Flora der Stadt entwickelt hat.“ 

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