Vera Dünkel: "Hände, Portemonnaies und Schlangen. Die Welt um 1900 im Röntgenlicht." Lichtbildervortrag mit Buchpremiere

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Mittwoch, 13. April 2016 um 19.00 Uhr

Laudatio: : Dr. Matthias Bruhn, Institut für Kunst- und Bildgeschichte, Leitung der Abteilung „Das Technische Bild“


Eintritt frei | Wegen beschränktem Platzkontingent bitten wir um schriftliche Voranmeldung.

Was war die Röntgentechnik zum Zeitpunkt ihres Aufkommens? Eine Bildtechnik mit offenem Ausgang. Vera Dünkel zeigt, wie aus Strahlen Bilder wurden und beschreibt die frühe Röntgentechnik erstmals nicht im Hinblick auf ihre medizinischen Anwendungen, sondern als Generator einer umfassenden Bildproduktion, die eine erstaunliche Vielfalt von Motiven hervorbrachte – von menschlichen Körperteilen über Alltagsgegenstände bis hin zu kleinen Tieren. Sie nimmt dabei in den Blick, mit welchen Strategien einem zunächst bedeutungsoffenen Verfahren der Sinn zugewiesen wird, den wir zum großen Teil noch heute in ihm sehen. Das vorgestellte Buch präsentiert das in konzentrierter Form zusammengetragene und unveröffentlichte Bildmaterial zum Teil in Originalgröße - nicht nur insofern verkörpert es geradezu die Ästhetik früher Röntgenaufnahmen.

Vera Dünkel, „Röntgenblick und Schattenbild. Genese einer neuen Art von Bildern“, Emsdetten/Berlin: Edition Imorde 2016, 24x30 cm, offene Fadenheftung mit Kunststoffeinband, 296 Seiten, 223 Textabbildungen und 72 Farbtafeln, ISBN 978-3-942810-35-7, Preis voraussichtlich 69,- €

Der Verleger Prof. Dr. Joseph Imorde wird zur Veranstaltung anwesend sein.

Das Buch ist die Veröffentlichung einer am Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität zu Berlin in der Forschergruppe „Das Technische Bild“ entstandenen Doktorarbeit, die von Prof. Dr. Bredekamp und Prof. Dr. Peter Geimer (FU Berlin) betreut wurde. Vera Dünkel ist assoziierte Mitarbeiterin des Technischen Bildes. Sie lebt und arbeitet in Berlin.